Belebender Neustart: Baustellenabschlussfest „Unsere Johannisstraße – Gemeinsam leben in Vielfalt“

© CIMA Beratung + Management

Am Samstag war es endlich so weit: Nach zehn Monaten Umbauarbeiten ist die Johannisstraße  wieder freigegeben. Pünktlich zum Neustart veranstaltete das Quartiersmanagement Johannisstraße in Zusammenarbeit mit der Marketing Osnabrück das Straßenfest „Unsere Johannisstraße – Gemeinsam leben in Vielfalt“. Ein buntes Programm von 11 bis 18 Uhr lockte auf den auf rund 300 Meter neu gestalteten Straßenabschnitt. Bei schönstem Juliwetter haben insgesamt rund 1000 kleine und große Besucherinnen und Besucher die neue Gestaltung inspiziert und an zahlreichen Programmpunkten am Straßenfest teilgenommen. Mit dabei waren auch die Aktionsstände von ansässigen Organisationen und Einrichtungen wie der Gemeinde St. Johann, der Caritas und der katholischen Familienbildungsstätte FABI e.V.. So freuten sich die Jüngsten im nördlichen Bereich des neuen Abschnitts über eine 6×5 m große „Kinderbaustelle“ mit überdimensionierten Bausteinen zum Experimentieren. Weiter ging es auf Höhe des künftigen Quartiersbüros in der Johannisstraße 75 mit der beliebten Zappeltiershow, bei der mit „Zappel“ und dem „Kirschmonster“ gemeinsam getanzt und gefeiert wurde.

Feiern mit den Zappeltieren © CIMA Beratung + Management

Auf Höhe der Freifläche (ehemals Sinn Leffers) lud der ZirkOS e.V. zum Austoben und artistischen Aktionen, Hula-Hoop und Jonglage ein. Gleich nebenan boten Lille Löwenzahn und seine Partnerin neben Tellerdreh-, Jonglage- und Ballonbastelkünsten eine Schminkaktion. Zeitweise schien die Schlange zum Kinderschminken fast so lang wie die Johannisstraße selbst, aber die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: Viele kleine und große Kinder mit bunten Schmetterlingen oder verspielten Haifischmotiven auf den Gesichtern zauberten nicht nur den Kleinen ein Lächeln ins Gesicht. An einem hölzernen Bautisch mit hunderten Klinkersteinen im Miniaturformat konnten zukünftige Bauingenieur*innen ihrer Fantasie freien Lauf lassen und bauten eindrucksvolle Pyramiden und Burgen. Direkt gegenüber lud das Schuhhaus Bröcker zur Teilnahme an einem Glücksrad mit vielen Preisen und Gutscheinen ein. Die Theaterpädagogin Anne Eisenblätter verwandelte Gesichter und Arme in Glitzer-Kunstwerke und wer Lust hatte, durfte sich mit bunten und schillernden Kostümen verkleiden und gemeinsam spielen. Clown Hasso sorgte für noch mehr Bespaßung und beeindruckte unter anderem mit seinen kreativen Ballonfiguren. An der Mitbringtafel mit einer Länge von rund 30 Metern wurde gemeinsam gegessen, sich unterhalten oder einfach mal ausgeruht, um die Johannisstraße mal aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen. Ganz nach dem Motto „Gemeinsam leben in Vielfalt“ konnte man sich austauschen und die Nachbarschaft kennenlernen. Weiter südlich ging es actionreich weiter: Die Firma Dieckmann stellte einen E-Bagger zur Verfügung, der aktuell auch auf der Baustelle in der Großen Straße seine Dienste leistet. Ein Team aus geschulten Mitarbeiter*innen von Dieckmann gab allen Interessierten eine kurze Einweisung zur Bedienung des Baggers und dann konnte man das Gelernte auch gleich selbst an einer kniffligen Bagger-Aufgabe anwenden. Auch die Johanniskirche öffnete ihre Türe und lud zum Ansehen und Andenken ein. Gleich vor der Kirche wurden Friedenstauben auf herzförmigen Postkarten extra für das Fest bemalt und aufgehängt. Die Gemeinde St. Johann und die Caritas luden darüber hinaus zur Gestaltung und Bemalung eines großen Stoffbanners mit Unterstützung einer Kunststudentin aus Osnabrück ein und stellten Spielgeräte für noch mehr gemeinsamen Spaß auf der Straße bereit. Für das leibliche Wohl und zur Stärkung sorgte die FABI e.V. auf Höhe des Caritasgebäudes mit herzhaften und süßen Waffeln, Popcorn und Kaffee. Auch hier konnten die kleinen Besucher*innen auf einer weiteren Spielfläche ihren Spaß auf der neuen Johannisstraße haben.

Das vielfältige Programm sorgte für großen Spaß bei den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern und ermöglichte einen gelungenen Auftakt für den Neustart in der Johannisstraße!


Für das Quartiersmanagement Johannisstraße geht es mit der Planung weiterer Aktionen und Maßnahmen weiter

Die Realisierung des Festes ist nicht nur den offiziellen Veranstalter*innen zu verdanken: Innerhalb der letzten drei Monate hat sich über das Quartiersmanagement Johannisstraße ein engagiertes Netzwerk aus verschiedenen Akteuren der Johannisstraße entwickelt. Dank der tatkräftigen Unterstützung vieler ansässiger Betriebe, Organisationen und Einrichtungen der Johannisstraße konnten wir gemeinsam mit der Marketing Osnabrück dieses schöne Fest in so kurzer Zeit auf die Beine stellen und den Neustart gebührend feiern. Mit dieser Motivation wollen wir nun die Entwicklung weiterer Formate und Aktionen zur Belebung der Johannisstraße anpacken und freuen uns über weitere Mitwirkung aus dem Quartier!

Veranstaltende und Mitwirkende beim Straßenfest © Steffen Oetter

v.l.n.r.: Anja Höge (Pfarrei St. Johann), Sophie Bücker (Caritas), Jennifer Schotter (Caritas), Ingrid Ketteler (FABI e.V.), Hartmut Dieckmann (Geschäftsführer Dieckmann Bauen + Umwelt GmbH), Marie Veltmaat (Quartiersmanagerin, CIMA Beratung + Management), Hendrik Dieckmann (Dieckmann Bauen + Umwelt GmbH), Katharina Pötter (Oberbürgermeisterin Osnabrück), Sebastian Häfker (Bürgerverein Osnabrück-Neustadt e.V.), Andrea Stuckenberg-Egbers (Pfarrei St. Johann), Iris Pohl (Citymanagerin, Marketing Osnabrück), Alexander Illenseer (Geschäftsführer Marketing Osnabrück)

Öffentliche Befragung zur weiteren Entwicklung der Johannisstraße gestartet

Parallel zur Eröffnung haben wir als Quartiersmanagement Johannisstraße bei der CIMA Beratung + Management eine Bürger*innen- und Besucher*innenbefragung zur Zukunft der Johannisstraße gestartet, um aus den Ergebnissen weitere konkrete Maßnahmen abzuleiten. In den letzten Jahren hat die Johannisstraße in ihrer Entwicklung einen regelrechten Abwärtstrend verzeichnet – nötige Sanierungsmaßnahmen ließen lange auf sich warten und einige Gewerbetreibende mussten ihr Geschäft vor Ort aufgeben. Nicht zuletzt setzt auch der Wandel des Einzelhandels der Straße sichtbar zu. Mit der Befragung zur Zukunft der Johannisstraße möchten wir Meinungen und Ideen zur weiteren Entwicklung sammeln, denn die Menschen vor Ort kennen die Straße am besten und können über das Quartiersmanagement aktiv an der weiteren Gestaltung der Johannisstraße mitwirken. An dem Baustellenabschlussfest hat sich bereits gezeigt, wie belebend so eine gemeinsame Aktion wirken kann und dass sie gute Impulse für weitere Formate bietet.

Als Nächstes wollen wir uns um eine sinnvolle und nützliche Leerstandsbespielung in der Straße kümmern – wer noch Ideen hat, oder seine Ansichten zur Johannisstraße teilen möchte, ist herzlich eingeladen noch bis zum 9. September an der Befragung teilzunehmen.

Ein Quartiersbüro als Anlaufstelle wird derzeit auch schon in einem kürzlich noch leerstehenden Geschäft geschaffen. Die Räumlichkeiten in der Johannisstraße 75 sollen ab September unter anderem einer offenen Quartiers-Sprechstunde und weiteren Workshops dienen.

Zur Befragung über die Zukunft der Johannisstraße geht es hier und ist als Printversion beim Quartiersmanagement erhältlich.

Das Projekt wird aus dem Sofortprogramm „Perspektive Innenstadt!“ der EU-Aufbauhilfe REACT EU im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert und soll Kommunen dabei unterstützen, ihre Innenstädte mit auf die Situation vor Ort zugeschnittenen Konzepten zukunftssicher aufzustellen. Ziel ist es, dass die Menschen sich den Lebensraum Stadt neu erschließen können.

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