Vision

Der Neumarkt steht heute zwischen zwei Phasen seiner Entwicklung. Der bereits erfolgte Rückbau des Fußgängertunnels und das 2014 fertiggestellte Hasehauses zeigen den Weg vom verkehrsdominierten Raum der Nachkriegszeit zur Vision des verkehrsreduzierten Stadtplatzes.

Wettbewerbsentwurf Baulos 2, Grafik: Gewers Pudewill

In einer mehrjährigen Planungs- und Diskussionsphase wurde ein Bild entworfen, das aus vielen verschiedenen Bausteinen besteht. So werden sich die Änderungen am Neumarkt in den nächsten Jahren nicht auf eine neue Oberflächengestaltung des öffentlichen Raumes am Neumarkt und in den umliegenden Straßen beschränken. Der Neubau des Baulos 2 wird die Gestalt des Platzes maßgeblich verändern, das neue Einkaufszentrum soll den großflächigen und langfristigen Leerstand beseitigen. Mit ihm entsteht zusätzlich ein neuer Übergang von der Alt- zur Neustadt.

Geplantes Einkaufszentrum „Oskar“, Grafik: kadawittfeldarchitektur für Unibail-Rodamco-Westfield

Zusätzlich soll das Gebäude Neumarkt 3 (ehemals SportArena) durch den Eigentümer bis auf die Kellergeschosse zurückgebaut und durch einen Neubau für ein Hotel ersetzt werden. In neuem Glanz erstrahlen werden auch die Bushaltestellen, deren Positionen zum Teil schon an die neue Platzgestaltung angepasst wurden.

Fassade Neumarkt 3, Tagansicht; Copyright pbr Planungsbüro Rohling AG

All diese Planungen werden nicht nur das Gesicht des Platzes aufwerten, sondern sollen attraktivere Nutzungen begünstigen. In Zukunft soll man diesen öffentlichen Raum wieder weniger als Umsteige- und Durchgangsbereich und mehr als Ziel- und Aufenthaltsort erleben.

Gestaltungsplan Neumarkt, Grafik: Lützow7

Der Abschluss aller wesentlichen Projekte ist bis Ende 2021 vorgesehen. Der Neumarkt hat sich dann ein weiteres Mal gewandelt und wird für die Ansprüche von Bürgerschaft und Gästen für die nächsten Jahrzehnte gerüstet sein.